18.01.2018 19:30 bis 21:00

Die Handelspolitik der EU

Organisator: 
Konstanzer Bündnis für gerechten Welthandel
Land: 
Deutschland
Veranstaltungsort:
Volkshochschule Konstanz
78462
Konstanz
Katzgasse 7
Beschreibung:
CETA, TiSA und ken Ende: Die EU will immer mehr Freihandelsabkommen abschliessen. Was steckt hinter der Offensive?

Noch ist das umstrittene europäisch-kanadische Handelsabkommen CETA nicht ratifiziert, noch könnte es am Einspruch eines Parlaments eines der 28 EU-Mitgliedsstaaten scheitern. Dennoch beschleunigt die EU-Kommission ihre handelspolitische Offensive. <!--break-->Das geplante Freihandelsabkommen mit Japan steht kurz vor dem Abschluss; beim für Natur und Menschen gleichermassen problematischen Abkommen mit südamerikanischen Mercosur-Staaten herrscht weitgehend Einigkeit; ein neues Abkommen mit Mexiko ist fest verabredet. Außerdem führt die EU derzeit geheime Gespräche mit Indonesien, Australien, den Philippinen und über einem Dutzend weiterer Staaten.

Bei all diesen Verhandlungen geht es weniger um Zölle als um die Beseitigung von sogenannten Handelshemmnissen – also Regeln zum Schutz der Umwelt, des Verbrauchers, der Beschäftigten. Was treibt die EU zum Abbau einst erkämpfter Rechte? Warum ignoriert sie die massiven Proteste von Hunderttausenden? Welche Ziele verfolgt sie? Welche Konzepte und Vorstellungen stecken hinter der europäischen Handelspolitik (nach außen) und der Haushaltspolitik (nach innen)? Und weshalb will sie mit Investitionsschutz-Klauseln internationalen Konzernen Klagemöglichkeiten gegen demokratische Entscheidungen einräumen? Darüber informiert der Soziologe und Theologe Peter Schönhöffer in seinem Vortrag „Die Rolle der EU in der globalen Handelspolitik“.