Warum Facilitation?
Facilitation ist eine Kunst, die in vielen Kontexten relevant ist und eingesetzt werden kann:
- In der Politik und unserer Demokratischen Gesellschaft gestalten wir Multistakeholder-Dialoge, Beteiligungs-Veranstaltungen oder Bürger:innenräte, um in komplexen Herausforderungen viele Perspektiven und Stimmen einzubinden und um gemeinsamen Boden zu finden, auf dem Antwortfähigkeit entsteht.
- Schulen entwickeln Erfahrungen mit Schüler:innen- und / oder Eltern-Partizipation und beziehen ihre Anspruchsgruppen in die Entwicklung von Schulprogrammen ein.
- Unternehmen setzen auf kollektive Intelligenz, um in steter Beschleunigung und wachsender Komplexität Alignment zu stärken und/oder dank Multistakeholder-Dialogen kluge Antworten auf Herausforderungen zu finden.
Für all diese Prozesse braucht es Menschen, die Rahmenbedingungen für kontaktvolle Kommunikation und Co-Creation schaffen können.
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Inhalte
Modul 1: Kontakt - Die Grundlage von allem (4 Tage)
„Ohne Kontakt ist alles nichts», sagt Psychologe und Organisationsberater Klaus Eidenschink – und bringt damit auf den Punkt, was gute Facilitation im Kern ausmacht. Bevor Methoden wirken können, braucht es Verbindung: mit den Menschen im Raum, mit dem, was sie bewegt, und mit dem, worum es wirklich geht.
Das gilt für unsere Lerngruppe ebenso wie für die Auftragsklärung mit Kund:innen: Tragfähige Zusammenarbeit beginnt mit Neugier, Resonanz und klugen Fragen. Wir erkunden, wie Kontakt entsteht und wirkt.
Und Facilitators meist ins Spiel kommen, wenn Veränderungsprozesse zu gestalten sind, befassen wir uns mit der Frage, wie Veränderung überhaupt entsteht bzw. was Veränderung hemmt. Dazu stützen wir uns auf systemische Theorie zu sozialen Systemen, und insbesondere zu Organisations- und Teamdynamiken.
Methodisch tauchen wir in Kreis und Dialog als Grundformen vieler Grossgruppenmethoden ein und durchdringen das World Café – und weil auch der Raum spricht, nehmen wir die Gestaltung von Umgebungen in den Blick, die Begegnung, Leichtigkeit und Kreativität einladen.
Modul 2: Dein wichtigstes "Werkzeug" bist du (4 Tage)
Unsere Haltung beeinflusst massgeblich, was geschehen kann und was nicht. Deshalb müssen wir uns diverse Frage stellen, wie z.B.: Wie gehe ich in den Prozess? Wie gehe ich mit Interessen-konflikten um? Welchen Umgang pflege ich mit Hierarchien im System? Wie halte ich schwierige Emotionen und Spannungen? Wie kann ich Räume offen halten, damit sich das Wesentliche zeigen darf?
Ausserdem befassen wir uns mit den verschiedenen Erwartungen an die Rolle des Facilitators: Wann bin ich Prozessgestalter:in, Moderator:in, Coach, Fachberater:in, Mediator:in, Erntehelfer:in? Welche Leitsterne helfen mir dabei, im Klientensystem zu navigieren, mich nicht zu verkaufen oder anzubiedern, sondern als Berater:in wirksam zu sein?
Schliesslich beleuchten wir das Handwerk des Facilitators ganz praktisch: Lampenfieber, Tipps & Tricks im Umgang mit Technik vor Ort, die Kunst der Visualisation und natürlich die Wirkmacht von Sprache.
Methodisch arbeiten wir mit Open Space und einem Storytelling-Format (Appreciative-Inquiry und/oder Collective Story Harvesting).
Modul 3: Prozessdesign - Von der Intention bis zur Ernte
Der häufigste Vorwurf an partizpative Prozesse: “Und dann entstehen an einer Grossgruppenveranstaltung / einem Workshop eine tolle Energie und gute Ergebnisse und danach verändert sich trotzdem nichts.” Ja, es reicht nicht, eine saubere Auftragsklärung zu machen und einen methodisch einwandfreien Workshop zu gestalten.
Deshalb steht im dritten Modul das Prozessdesign im Fokus – von der ersten Idee bis zur nachhaltigen Umsetzung. An konkreten Fall-Beispielen erarbeiten wir uns die Grundlagen für ein kluges Prozessdesign. Dazu gehören nach einer umsichtigen Auftragsklärung, der Einbezug von Stakeholdern und die Arbeit mit Spurgruppen, die Klärung der erwünschten Ernte und darauf basierend die Auswahl von passenden Methoden. Schliesslich richten wir einen Fokus auf Ernte und Umsetzung. Wie gelingt es, Ergebnisse aus partizipativen Prozessen sinnvoll zu ernten und so aufzubereiten, dass Handlung folgen kann? Wie ermöglichen wir Selbstorganisation im jeweiligen System?
Methodisch rücken wir die Zukunftskonferenz, Dynamic Facilitation und die Projektschmiede in den Fokus.
Modul 4: Fallpräsentation und feierlicher Abschluss
Jede:r Teilnehmende präsentiert einen eigenen Fall aus der Praxis und reflektiert die Umsetzung. Damit nähren wir nochmals die Power der Community und lassen uns von den verschiedenen Praxis-Fällen inspirieren.
Und: Wir würdigen und feiern den Abschluss der Ausbildung gemeinsam als Gruppe bzw. Lerngemeinschaft.
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Die Details und das Anmeldeformular zur Ausbildung findest du hier:
https://esieben.ch/facilitation-ausbildung/
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Propstei Wislikofen
Propsteiweg
5463 Wislikofen
Schweiz